Schule für Körperbehinderte Stuttgart

Die Schule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche in Stuttgart hat dank der Unterstützung von beschützerinstinkte e.V. großen Erfolg durch tiergestützte Therapie.

 

Die Kinder haben wahnsinnig viel Spaß bei ihren Therapiestunden und auch die Mitarbeiter genießen die Arbeit mit Kindern und Tieren. Auf der folgenden Seite sehen Sie Bilder der Schule und einen Bericht über die ersten Therapiestunden von Diplompsychologin und Tiertherapeutin Sibylle Hilke.



Tiergestützte Therapie und Förderung

Man geht davon aus, dass jeder Mensch ein ihm innewohnenden Bedürfnis hat, mit der belebten und beseelten Natur in Kontakt zu treten. Das macht sich die Tiergestützte Arbeit zunutze, indem man Tiere zur Arbeit mit Menschen mit Förderbedarf einsetzt.

Die Tiere haben einen hohen Aufforderungscharakter und gehen ohne Vorurteile auf Menschen zu. Sie machen es uns leicht, mit ihnen in Kontakt zu treten.

 

Der Schwerpunkt bei der Arbeit mit schwerstmehrfachbehinderten Kindern und Jugendlichen liegt darauf, Kontakt und Beziehung herzustellen, die verschiedenen Sinne anzusprechen, die Lebensgeister anzuregen, sowie verschiedene  Kompetenzen aufzubauen. Durch die grundlegenden Elemente Füttern, Spielen und Streicheln wird  den Kindern ein Angebot gemacht, das sie jeder auf seine individuelle Weise annehmen kann. Jedes Kind kann selber bestimmen, wie nahe es den Tieren kommen möchte und sich nach seinen eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten einbringen. Diese Impulse werden für das therapeutische Geschehen aufgegriffen.

  

Die Kinder dieser Gruppe haben mich und die Tiere auf ganz unterschiedliche Weise empfangen. Vorherrschend war Neugier, spontaner Kontakt, zum Teil auch Desinteresse oder Angst. Zunächst habe ich vorsichtig den Kontakt erst zu dem kleinen, dann zu dem grossen Hund aufgebaut. Zu dem kleinen Hund fiel der Kontakt leichter, da er für die Kinder besser zu kontrollieren ist. Aber auch der grosse Hund wurde von zwei Kindern sofort angenommen. Beide trauten sich spontan ihn zu füttern.

 

Nach diesem ersten Kontakt konnten sich die Kinder auch auf die verschiedenen Spiele einlassen.

Besonders gross war das Interesse und die Freude an den Tagen, an denen wir aktiv mit den Hunden draussen im Gelände spazieren gehen und spielen konnten. Dabei konnten die Kinder z.B. erfahren, dass sie in der Lage sind, den Hund an der Leine zu führen, zu lenken, zu kontrollieren und festzuhalten.

 

Auch wenn wir uns mit den anderen Tieren beschäftigen, sind die Hunde immer mit dabei. Sie tragen mit ihrem Wesen zu einer entspannten und oft humorvollen Atmosphäre bei. Hier wird ersichtlich, dass die Kinder die Hunde als Persönlichkeiten wahrnehmen und deutlich auf die positive Stimmung reagieren, die die Hunde mit ihren besonderen Eigenarten verbreiten.

 

Die Kinder sind den Tieren mit der Zeit näher gekommen. Die Freude ist gross, wenn sich J. mit Hilfe doch traut, den Hund zu füttern. Besonders bei dem grossen Hund kann man beobachten, dass die Angst vor ihm deutlich abgenommen hat, auch wenn nicht jedes Kind ihn füttern möchte. Das Zusammensein wird selbstverständlicher. Die Annäherungsversuche der Tiere werden immer häufiger aufgegriffen.

Auch die Kinder, die keinen Körperkontakt haben möchten, beobachten und nehmen die Stimmung der Gruppe auf und haben so teil am Geschehen.

 

Besonders intensiv erleben die Kinder das Füttern der Tiere. Hierbei werden sie von  hilfsbedürftigen  Menschen selber zum aktiven Gestalter der Situation. Das Füttern wird als sehr befriedigend erlebt, es macht sowohl Mensch als auch Tier  als Gebenden und Nehmenden glücklich.

 

Dabei wird auch die Herausforderung, jedem Tier das richtige Futter zuzuordnen immer besser gemeistert. Den Salat festzuhalten, damit ein Tier daran knabbern kann, erfordert für manche grosses Geschick.

Bei der Zubereitung des Futters finden sich willige Helfer, die Gemüse schneiden. Auch hier ist zu erkennen, dass dabei die Regeln immer besser eingehalten werden.

 

Der immer ähnliche Verlauf jede Woche gibt den Kindern die Möglichkeit zur Orientierung und zum sicheren Einordnen des Geschehens. Dieser Ablauf wird gerne aufgegriffen und die Freude über das Wiedererkennen ist sichtbar.

 

Inzwischen empfängt mich eine ruhige Gruppe ohne Angst. Ich kann immer häufiger entdecken, wie die Kinder spontan nach den Tieren greifen und Kontakt herstellen möchten. Die Kinder lassen sich leichter auf die Angebote ein und sind aktiver daran beteiligt.



Diplompsychologin Sibylle Hilker

WIR MÖCHTEN UNS AUCH HIER NOCHMALS FÜR DIE TOLLE ZUSAMMENARBEIT BEDANKEN UND WÜNSCHEN WEITERHIN GANZ VIEL ERFOLG BEI DER MENSCH-TIER-THERAPIE :o)

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